Im Zuge der bereits seit mehreren Jahren laufenden Bemühungen zur Verbesserung des Erscheinungsbildes der Justiz in der Öffentlichkeit wurden im Jahr 2003 die Sitzungssäle des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts umgestaltet:
Die bisherigen Sitzungssäle waren auf Grund der dunklen Holzdecken und Wandverkleidungen und einer Gestaltung, die dem Geschmack der sechziger Jahre entsprach, nicht mehr zeitgemäß. Zusätzlich konnten die dunklen, massiven Richterbänke das Gefühl einer Barriere zwischen den Verfahrensbeteiligten und Richtern vermitteln.
Helle Gestaltung der Wände und Decken, ein warmes Oberlicht sowie abgerundete und den Beteiligten zugewandte Richtertische brachten eine angenehme und freundliche Atmosphäre in die Säle. Verbunden mit diesem Umbau war die Ausstattung der Sitzungssäle mit allen heute notwendigen technischen Anlagen wie Internetzugang, Video- und Beamervorführungen sowie der Vorbereitung zur Durchführung von Videokonferenzen.
Nach Modernisierung der Sitzungssäle galt es, sie gestalterisch zu beleben und dabei einen thematischen Bezug zu der Funktion der Räume herzustellen. Schüler des Kunstleistungskurses des Abiturjahrgangs 2004 des Gymnasiums Oedeme in Lüneburg haben unter der Leitung ihrer Lehrerin Frau Hilke Kohfahl ein Konzept zur künstlerischen Gestaltung der Sitzungssäle entwickelt. Unter den Arbeitstiteln "Begegnungen" und "Kaleidoskop der Paragraphen" haben die Schülerinnen und Schüler Wandbilder gemalt und Objekte gefertigt, die sich unter Verwendung ganz unterschiedlicher Materialien, Techniken und Motive mit dem Thema "Recht und Gerechtigkeit" beschäftigen. Seit Mai 2004 sind die Werke in den Sitzungssälen im Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht zu sehen.